Hochschule der Künste Bern

PHILOSOPHIE

„Beim Klavierspielen ist die Berührung eine Sinnesqualität ebenso reich und vielleicht sogar noch wichtiger als das Seh- und Hörvermögen oder der Geruchssinn. Die Tastatur wird durch sanfte Berührung einer „radio-aktiven“ Hand oder seiner leblosen Fingerglieder zum Leben erweckt oder erlischt. In den Reflexen und den Anweisungen dieser empfindlichen und gleichwohl kraftvollen anatomischen Werkzeuge liegt für mich das Geheimnis der Kunst des Klavierspielens.“

Marguerite Long

Dieser treffende Hinweis ist immer noch aktuell, wenn man die großen internationalen Wettbewerbe näher verfolgt. Man erkennt die Richtung, die von vielen Pianisten der jüngeren Generation eingeschlagen wird, indem sie ein rein mechanisches Spiel bevorzugen –fast schon wie eine athletische Disziplin – ohne sich auch nur im Geringsten die Frage nach der Tiefe und dem inhaltlichen Gefühl eines Werkes zu stellen.
Diese Zeilen erlauben mir, kurz meine Arbeit an der Hochschule der Künste in Bern vorzustellen. Hierbei soll es sich tatsächlich nicht um eine detaillierte Kursbeschreibung handeln. Vielmehr möchte ich interessierten Studenten aufzeigen, nach meiner Art die Hand und die Finger vorzubereiten, weil gerade diese Körperteile es sein werden, die dem Pianisten alles Notwendige geben, um ein Werk zu erschaffen, zu bearbeiten, den Kern besser auszudrücken, indem eine interessante Palette von Farben, Perspektiven, Klangebenen sowie Spiele von Licht und Schatten angeboten werden.

Ich konzentriere mich auf diese Aspekte um jedem einen besseren Umgang mit der Tastatur zu erlauben, also ein besseres „legato“ und auch kräftige wie vollmundige Klangfarben zu erreichen.
„…vorallem um beim Zuhören zu vergessen, dass das Klavier Hämmer hat.“
Dieser Satz von Claude Debussy sollte uns alle dazu anregen, unser eigenes Spiel viel sorgfältiger anzuhören. Er gibt meine künstlerische Grundeinstellung wieder, meinen Umgang mit Phrasierungen, mein Bestreben Linien „mit dem Pinsel“ zu zeichnen weit entfernt von einer faden, harten Spielart.

Im Unterricht zitiere ich oft diese Werke:

– „Le piano de Marguerite Long“: Lösungen zu Schwierigkeiten mit unserem Instrument und Werkeinführungen zu den großen Etüden von Chopin, Liszt und anderen.

– Einige Ausgaben von Alfred Cortot, besonders die zu den Chopin-Etüden, welche in bewundernswerter Weise den Geist eines großen Interpreten wiedergeben und sich mit Stil, Elastizität der Phrasierungen und Abrundung der Klangfarben befasst.

– Die äußerst interessanten Schriften von Paul Badura-Skoda, nicht nur in Bezug auf Mozart, sondern auch mit Blick auf die Interpretation der Musik von Chopin, besonders die Suche nach der authentischen Nutzung des Pedals und zahlreiche Quellen, die das Spiel des Komponisten beschreiben. Meines Erachtens ist die Lektüre unverzichtbar bevor man sich seinen Werken widmet.

…und andere….

Das Lernen ist ein langer Weg mit Zeiten der Unsicherheit, gezeichnet von Fallstricken und Rückschlägen. Daneben komme ich oft auf einen Satz von Franz Liszt zurück –ohne Zweifel ein fantastischer Pianist-, um den Mut in der Mühle der alltäglichen Arbeit nicht zu verlieren: “ Habt Geduld mich Euch.“. Eine Ermutigung nicht aufzugeben, bedächtig fortzuschreiten und vor allem zu akzeptieren, dass auch Rom nicht an einem Tag erbaut wurde.

BEISPIELE

Hier einige Empfehlungen im Internet :

Alfred Cortot

Arturo Michelangeli

Dinu Lipatti

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NEWS FÜR STUDENTEN

Aufnahmen, Auszeichnungen bei Wettbewerben und Diplomen in der Klasse von Patricia Pagny

AUSZEICHNUNGEN

2018

CAS ADVANCED DIPLOMA
To XINYI WANG

CONCOURS MUSICAL DE FRANCE – Final in Paris
First Prize to CASSIE BRECHEISEN

MASTER PEDAGOGY DIPLOMA
To TIMOTHEE SAVARY

BACHELOR DIPLOMA
To SIMONE CAGNASSO

MASTER SPECIALIZED DIPLOMA
To SO-JUNG YEON

MASTER PEDAGOGY DIPLOMA
To TANJA BIDERMAN

MASTER PEDAGOGY DIPLOMA
To NIKOLA PESIC

 

2017

BACHELOR DIPLOMA
To DOMINIK BERCHTEN

BACHELOR DIPLOMA
To SIMON HUONDER

MASTER PEDAGOGY DIPLOMA
To GIOVANNA GATTO

MASTER PERFORMANCE DIPLOMA
To CARLA GARCIA

CONCOURS MUSICAL DE FRANCE – Paris
Second Prize to CASSIE BRECHEISEN

CONCORSO “ANTONIO SALIERI” LEGNAGO – Verona Italy
Third Prize to SIMONE CAGNASSO

XVIII CONCORSO INTERNAZIONALE VALSESIA MUSICA – Italy
Third Prize to SIMONE CAGNASSO

 

2016

MASTER PERFORMANCE DIPLOMA
To NIKOLA PESIC

MASTER PEDAGOGY DIPLOMA
To HIRGINIA VALLEJO

CAS DIPLOMA
To AIMI SUGO

 

2015

LEGNAGO – VERONA Italy
Third Prize at the «Antonio Salieri International Piano Competition » to TOMOMI HORI

PREMIO « ENRICA CREMONESI » MILANO
First Prize to GIOVANNA GATTO in Duo with Accordionist POLONA TOMINEC PADOVA – Italy

Second Prize at the “13° Concorso internazionale di esecuzione musicale – Premio Città di Padova” to SO JUNG YEON

MASTER PERFORMANCE DIPLOMA
To TOMOMI HORI

MASTER PERFORMANCE DIPLOMA
To AIMI SUGO

MASTER PERFORMANCE DIPLOMA
To TAMAR USENASHVILI

CAS DIPLOMA
To SUNG EUN LEE

MASTER PEDAGOGY DIPLOMA
To ANNETTE PHILIPONA

 

2014

MASTER PERFORMANCE DIPLOMA
To TANJA BIDERMAN

MASTER PERFORMANCE DIPLOMA
To GIOVANNA GATTO

MASTER PEDAGOGY DIPLOMA
To ZARJA VATOVEC

CAS DIPLOMA
To SO JUNG YEON

 

YAMAHA – YMFE Prize Switzerland
Ex-aequo to AIMI SUGO and MRIKA SEFA

Selection to the Final Degrees at VIRTUOSES DU CŒUR  in Paris
To TOMOMI HORI

 

2013

LEGNAGO – VERONA Italy
First Prize and Special Prize in Interpretation of the 20. Century Piano Works at the «Antonio Salieri International Piano Competition » to AIMI SUGO

CONCOURS MUSICAL DE FRANCE – Paris
Second Prize to MRIKA SEFA

PREMIO « ENRICA CREMONESI » MILANO
Second Prize to AIMI SUGO in Duo with Cellist JUAN MATEO REVILLA

STIFTUNG FÜR JUNGE MUSIKTALENTE – MEGGEN-Lucerne  Switzerland
To AIMI SUGO

 

2010

CAS DIPLOMA
To ERNESTO ROSSI